Donnerstag, 8. September 2011

Lem's Achtundzwanzigste Reise - Teil 2

Eintragung 116306.
Ich habe bemerkt, dass die Kinnpartien und die Stirnen bei einigen älteren Onkeln und Tanten zurückweichen. Ein Effekt der giroskopischen Rezession, eine Lorentz-Fitz-Gerald-Verkürzung oder die Folge von Zahnausfall und häufigen Stoßens mit der Stirn gegen die Spanten, wenn der Gong ertönt, der zu Tisch ruft? Wir rasen an einer beträchtlichen Nebelwolke entlang. Tante Barbarella hat unseren weiteren Kurs auf ihre Art gedeutet, aus dem Kaffeesatz. Ich habe die Berechnungen mit dem Elektrokalkulator überprüft - ein durchaus angenähertes Ergebnis!


Und die Reise geht weiter ...

Dienstag, 6. September 2011

Lem's Achtundzwanzigste Reise - Teil 1

Einer meiner Lieblingsschriftsteller ist der zwar schon tote aber literarisch unsterbliche Stanislaw Lem. Am 12. September diesen Jahres hätte er unter weniger widrigen Umständen seinen 90. Geburtstag feiern können. Als Zeichen meiner persönlichen Wertschätzung wie auch als Anregung an die ihn noch nicht Lesenden, möchte ich im September nacheinander einige Auszüge aus seinen großartigen Sterntagebüchern, namentlich aus der Achtundzwanzigsten Reise präsentieren:

Eintragung 116304.
Backbord ein Planet, der nicht auf den Karten vermerkt ist. Etwas später, während der Vesperzeit, ein Meteor, zum Glück ein kleiner, der uns drei Kammern durchschlagen hat - die Druckkammer, die Häftlingskammer und die Ausnüchterungskammer. Ich ordnete an, die Löcher zu zementerien. Beim Abendbrot fehlte Vetter Patricius. Gespräch mit Großvater Arabeus über die Unbestimmbarkeitsrelation. Was wissen wir eigentlich ganz gewiss? Dass wir als junge Leute von der Erde abgereist sind, dass wir unser Schiff "Kosmozyste" genannt haben, dass der Großvater und die Großmutter zwölf andere Ehepaare an Bord genommen haben, die heute schon eine durch die Bande der Blutsverwandtschaft geeinte Familie bilden. Ich mache mir Sorgen wegen Patricius - auch die Katze ist irgendwohin verschwunden. Ich habe einen positiven Einfluss des Gravitationsmangels auf Plattfüße bemerkt.


Und die Reise geht weiter ...

Mittwoch, 17. August 2011

August der Zweite

Es gibt einen Leser.

(Und ich weiß auch wer. Herzlich willkommen. ^^)

Hätte ich nie mit gerechnet, da muss ich mich ab jetzt vermutlich etwas mehr anstrengen mit den Eintragungen hier. *motiviert!* Leg ich also gleich mal los und hau direkt einen Zweiteintrag für diesen Monat raus.

Das wichtigste gesamtdeutsche Großereignis im August ist natürlich wie jedes Jahr der Brokser Heiratsmarkt. Macht auch mehr Spaß als sagen wir ... zum Beispiel eine Mauer durch Berlin zu bauen oder was man im August sonst so macht. Die Besonderheit dieses Jahr: Gerüchte besagen, dass während der gesamten fünf Tage die ungefähre Handlung des 2005er B-Movies "Swarmed" in Teilen nachgespielt werden soll. Ich freu mich schon.

Dienstag, 9. August 2011

August der Erste

Ich habe es mal wieder verpasst, aber trotzdem:

WACKÖÖÖÖÖÖÖÖN !!

Avantasia ist toll. Period.

Samstag, 16. Juli 2011

輪るピングドラム und die Nummer Sechs

Nach der letzten eher schwachen Season, sind diesen Sommer wieder mehrere flotte Anime-Serien am Start. Eine davon ist die "Mawaru-Penguindrum":

Die kleine, schwerkranke Himari wird von ihren beiden großen Brüdern umsorgt. Viel zu früh stirbt sie plötzlich während eines Aquarium-Besuches. Als letzte liebe Geste setzen ihr die Brüder eine Pinguinkappe auf, welche sie kurz vor ihrem Tod noch erworben hatte, und siehe da - in der Mütze war der Geist einer Pinguinkönigin, welcher die Tote wieder zum Leben erweckt. Als Gegenleistung für das geschenkte Leben erwartet die Königin, dass die Brüder ihr bei der Suche nach der Pengiun Drum helfen. Und den Brüdern helfen wiederum drei Pingiune.

Crazy --> ピングピング


Viel zu viele Pinguine, aber geniales Background-Design und schicke Animation.

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Ein anderes Season-Highlight kommt mal wieder von Noitamina --> No. 6

Unglaublich sympathisch rüberkommende Charaktere und eine düstere Zukunft á la Orwells "1984" in einer hervorragend gezeichneten Romanadaption kombiniert. Das muss man gesehen haben:

In der Stadt No. 6 wächst der junge geniale Shion behütet und elitär auf. An seinem zwölften Geburtstag gewährt er einem anderen Jungen, der "Ratte" 「鼠」, Unterschlupf, obwohl er in den Fernsehnachrichten erfährt, dass Ratte ein gesuchter Verbrecher ist. Am nächsten Tag ist Ratte spurlos verschwunden. Vier Jahre später kommt Shions Kollege unter mysteriösen Umständen - namentlich Parasitenbienen und ein unnatürlich schneller Alterungsprozess - ums Leben. Da Shion danach unbequeme Fragen stellt, wird er als vermutlicher Mörder seines Kollegen ins Gefängnis abtransportiert, allerdings kommt er nie dort an. Die Ratte ist wieder aufgetaucht und rettet nun seinen Retter von damals. Und Shion erfährt die dunkle Seite hinter der perfekten Fassade von No. 6.

Schaue ich mir auf jeden Fall an.